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So wird Bier gebraut:

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Bierkunde


Bier, ein Genuss für Körper und Seele
20 Gründe für den Biergenuss

1. In Bier ist Reinheit
Deutsches Bier besteht aus Hopfen, Malz, Hefe, Wasser und sonst nichts. Bei einer Umfrage votierten fast 90 Prozent der Befragten für die Beibehaltung des ältesten deutschen Verbraucherschutzes. Als wichtigsten Grund nannten sie den Schutz vor chemischen Zusatzstoffen.
Seit dem Jahr 1516 wird in Bayern und später auch in ganz Deutschland nach dem Reinheitsgebot gebraut, das Wilhelm der IV.; Herzog von Bayern, in Ingolstadt erlassen hat. Demnach dürfen zur Bierherstellung nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden. Mittels verschiedener Rezepturen sowie einer hochentwickelten Braukunst werden heute in Deutschland über 5000 verschiedene Biere gebraut.

2. Bier ist ein uraltes Kulturgetränk
Bier ist so alt wie die menschliche Kultur. Seine Geschichte lässt sich bis zu den Sumerern zurückverfolgen. Immer schon wurde Bier auch zum Genuss getrunken, und von Anfang an war seine Herstellung reglementiert.
Die ersten Nachweise auf die Herstellung und auf den Genuss von Bier gehen zurück auf das Jahr 4000-3000 v. Chr. In der zeit von 2500 bis 2000 v. Chr. entstand das Gilgamesch-Epos, das älteste werk der Weltliteratur. Ein wichtiges Thema darin ist der Wandel des noch tierhaften Urmenschen Enkidu zum kultivierten Menschen, hervorgerufen durch den Verzehr von Brot und den Genuss von sieben Bechern Bier. Danach "fühlte sich Enkidu leicht ums Herz und glücklich, er wurde fröhlich, und sien Antlitz strahlte".
Eine sehr wichtige Quelle von Bier-Historiker ist der "Codex Hammurapi". Diese älteste Gesetzesammlung der Welt enthält unter anderem Anordnungen über die Herstellung und den Verkauf von Bier sowie über Höchstpreise von Bier und Umrechnungsbestimmungen von Getreide zu Bier. In Deutschland war Bierbrauen bis zum ausgehenden Mittelalter vorwiegend eine Angelegenheit der Frauen, ehe sich die Klöster um die Braukunst verkient machten.

3. Bier wird von jeher zur Heilung eingesetzt
Seit den Sumerern habe nalle Kulturen Bier eingesetzt, wenn es galt, Krankheiten zu heilen. Bier, so Prof. Manfred Walzl, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Graz, hat sich durch die Jahrhunderte als "wahrer Tausensassa im Rahmen nder Heilkunde" bewährt. Im wohl ältesten "Medizinhandbuch" (um 2100 v. Chr.) sind zehn Rezepte aufgeführt, die Bier mit verschiedenen Pflanzenstoffen zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei verschiedenen Krankheiten empfehlen. In der modernen Medizin besteht kein Zweifel, daß sich mäßiger Biergenuss positiv auswirkt bei Stress (Förderung der "Entschleunigung), Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs, Nierensteinen, Raucherbeinen, Arteriosklerose , usw.. Bereits 1929 hat eine Studie in Baltimore, USA, ergeben, dass Biertrinker länger und gesünder leben. Schon Hildegard von Bingen (1098-1179) verordnete bei vielen Krankheiten den Genuss von Bier. Dem Hopfen schrieb sie eine beruhigende und melancholisch machende Wirkung zu.

4. Bier ist ein Getränk der Mäßigung
Bier ist ein Getränk der Mäßigung, weil es im Vergleich zu den meisten anderen alkoholischen Getränken einen sehr niedrigen Alkoholgehalt aufweist, zum Beispiel weniger als 50 Prozent im Vergleich zu Wein. Der niedrige Gehalt an alkoholischen Begleitstoffen, verbunden mit hohen Werten nichtalkoholischer Inhaltsstoffe, wie Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Eiweißverbindungen und Vitamine, sowie die starke Pufferung des Bieres führen dazu, dass bei Aufnahme von gleichen Alkoholmengen bei Biergenuss das Blutalkoholmaximum deutlich geringer ausfällt und der Alkohol zum Teil auch schneller abgebaut wird. Mit Recht wird deshalb Bier, vor allem in den USA, als "Beverage of Moderation" bezeichnet.

5. Bier ist ein ernährungsphysiologisch ausgewogenes Lebensmittel
Bier ist kein leeres alkoholisches Getränk. Neben Alkohol enthält es in größeren Mengen Kohlenhydrate, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, oraganische Säuren, Ballaststoffe, phenolische Verbindungen und Hopfenbitterstoffe. Etwa 40 g Alkohol/l stehen 40 g nichtalkoholische Bestandteile gegenüber. Die an und für sich schon niedrige Alkoholmenge des Bieres ist also in eine Vielzahl physiologisch wertvoller Verbindungen "eingebettet", die zusätzlich den Alkoholerscheinungen entgegenwirken.

6. Maßvoller Biergenuss kann koronaren Herkrankheiten und Schlaganfällen vorbeugen
In einer Vielzahl von Studien konnte nachgewiesen werden, dass maßvolle Alkoholtrinker deutlich weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle erleiden, als Alkoholabstinenzler oder Alkoholüberkonsumenten. Diese Tatsache lässt sich physiologisch-biochemisch folgendermaßen deuten: Maßvoller Alkoholgenuss erhöht das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin, das als gefäßschützend gilt, da es Ablagerungen an den Gefäßwänden zu verzögern vermag. Kleine Alkoholmengen wirken darüber hinaus der Bildung von Blutgerinnseln und Blutpfropfen entgegen und führen so zu einem deutlich geringeren Verschlussgrad der koronaren Arterien. Die insgesamt bessere Durchblutung der Herzkranzgefäße erklärt somit die Schutzwirkung des maßvollen Alkoholgenusses vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen.

7. Maßvoller Biergenuss und Entwässerung
Biergeuss führt zu einer verstärkten Ausscheidung von harn und damit von harnsäurepflichtigen Substanzen. Bier hat also eine entwässernde Wirkung. Die geringe Menge an Alkohol sowie der Gehalt an Bitterstoffen wirken beruhigend und spannungslösend. Bereits 10-20 g Alkohol/Tag können das Risiko der Gallensteinbildung beträchtlich herabsetzen, das Risiko einer Erkrankung an den Harnwegen deutlich verringern und das Risiko der Bildung von Nierensteinen absenken. Positiv wirkt sich mäßiger Biergenuss auch aus bei Erkältungskrankheiten, Gelenkrheuma bei Frauen, Prostataerkrankungen und Magen-Darm-Entzündungen.

8.Maßvolle Alkoholmengen haben bei gesunden erwachsenen Menschen entweder keine merklichen Auswirkungen oder sie wirken blutdrucksenkend.
Erst bei größeren Alkoholmengen steigt der Blutdruck kräftig an. Als maßvoll werden hier angesehen; 30 g Alkohol/Tag für Frauen und unter 45 g Alkohol/Tag bei Männern. Maßvoller Alkoholgenuss führt auch nicht zu überhöhtem Krebsrisiko.

9. Maßvoller Biergenuss ist positiv für Senioren und bei Diäten
Maßvoller Biergenuss ist für gesunde ältere Menschen von großem Nutzen: Bier wirkt beruhigend, gefäßerweiternd, harntreibend und schlaffördernd. Es verbessert die seelische Ausgeglichenheit und fördert die zwischenmenschlichen Beziehungen. Täglicher, moderater Biergenuss reduziert das Risiko für Herzinsuffizienz fast um die Hälfte. Bier ist streng natriumarm, relativ proteinarm sowie frei von Fett und Cholesterin. Diätbier ist zudem kohlenhydratarm, also geeignet für Personen, die natriumarm-, protein-, fett- und cholesterinarme Kostformen eonhalten sollen. Dies trifft unter anderem für Menschen zu, die zu erhöhtem Blutdruck und zu erhöhtem Blutfett neigen, denen aber ein maßvoller Alkoholgenuss erlaubt ist.

10. Maßvoller Biergenuss mit Leichtbier
Leichtbiere enthalten im Durchschnitt 40 Prozent weniger Kalorien und Alkohol als Vollbiere und haben somit eine Reihe von ernährungsphysiologischen Vorteilen. Alkohofreies Bier weist rund 40 Prozent weniger Kalorien auf und ist physiologisch gesehen ohne jede Alkohlwirkung. Darüber hinaus ist es isotonisch, d.h., es hat den gleichen osmotischen Druck wie das Blut und die Körperflüssigkeit. Die Inhaltsstoffe des alkoholfreien Bieres gehen sofort ins Blut über.Alkoholfreies Bier ist somit der schnellste Durstlöscher und gewissermaßen ein Sofort-Fitmacher. Es ist das natürlichste Sportgetränk. Der feinherbe, würzige und vollmundige Geschmack des Bieres kann die Eintönigkeit manchen Diäten ausgleichen. Leichtbiere sind, wie ein wissenschaftlicher, neutraler Test ergeben hat, die einzigen alkoholhaltigen Getränke bei denen man "unterm Weitertrinken nüchtern wird".

11. Bier ist ein gesundes Kultgetränk
Für Bier als gesundes Kultgetränk gilt nach Prof. Dr. Walzl, Graz:
- Je besser ein Bier schmeckt, desto gesünder ist es
- Negative Inhaltsstoffe sind in Bier nicht nachweisbar
- Bier enthält keine Krankheitserreger
- Wein und Limonaden beinhalten mehr Zucker als Bier
Wichtig für den menschen sind Antioxidantien. sie verhindern die Entstehung von Arteriosklerose. sie sind in Frischgemüse, Getreide und auch in Bier enthalten. Die positive Wirkung des Folsäuregehaltes von Bier ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen. Mediziner sind zu dem Schluss gekommen, dass "ein großer Teil der täglichen Aufnahme von Folsäure durch den Genuss von Bier erreicht wird. Ein Verzicht auf Bierkonsum würde zu einer Verringerung der Folsäurekonzentration in unserem Organismus und dadurch zu einer Serie negativer Effekte führen".

12. Bier wirkt positiver als Rotwein
Im Vergleich zu Rotwein schneidet Bier laut Prof. Dr. Walzl wesentlich besser ab. Rotwein senkt das Herzinfarkrisiko um 5 Prozent, Bier dagegen um 50 Prozent. Bier schützt den Menschen wie "Aspirin", weil es die Durchblutung fördert; es ist diesem sogar überlegen. Bei regelmäßigem Bierkonsum kann man sogar auf "Aspirin" zur Herzinfarktvorbeugung verzichten. Die relevanten Inhaltsstoffe des Rotweins, des grünen Tees oder der Sojabohne sind dem Xanthohumol (ein wertvoller Hopfenbestandteil) in ihrer Wirkung um den Faktor 100 unterlegen. Xanthohumol hemmt hormonverursachtes Zellwachstum und wirkt sich äußerst positiv bei Brustkrebs aus, und das schon in geringster Konzentration. Bier schützt des Weiteren vor Prostata- und Blasenkrebs, vor Nierensteinen und vor Osteoporose, da es mit bis zu 40 mg/l Silicium auch als idealer Siliciumspender (Knochenzement) dient. Der tägliche Siliciumbedarf liegt bei 20-50 mg. Darüber hinaus hemmt Bier die Vergrößerung der Schilddrüse und verhindert die Bildung von Knoten. Bier schützt vor Stress und unterstützt die Muskelregenaration, vor allem auch bei Sportlern. Dort erhöht es die Leistungsfähigkeit, die Konzentration und die Reaktion. Es steigert die Lungentätigkeit und somit die Sauerstoffzufuhr. Bier als nahezu isotonisches Getränk ist der ideale Flüssigkeitsersatz.

13. Mäßiger Biergenuss stärkt Wohlgefühl
Bier hat eine starke soziale Komponente, weist relativ wenig "Alkohol-Kalorien" auf, zeichnet sich aus als "Entschleunigungsinstrument" und stärkt das Wohlgefühl. Bier als ausgewogenes, gesundes Nahrungsmittel enthält hohe Anteile wichtiger Vitamine, ist ein idealer Lieferant von Mineralstoffen, Faserstoffen, Eiweiß und Kohlenhydraten, enthält kein Fett, kein Cholesterin und keinen freien Zucker. Bier kann sich zum neuen Kultgetränk entwickeln, wenn es entsprechend dargestellt wird. Ein Verzicht auf Bier bedeutet durchschnittlich zwei Jahre weniger an Lebensfreude.

14. Bier ist ideal zu vielen Speisen
Die Vielfalt macht das uralte Kulturgut Bier zu einem idealen Begleiter zahlreicher Gerichte. Allein in Deutschland werden etwa 5000 verschiedene Biere gebraut, die sich in zwei Bierarten (unter-, obergärig), drei Biertypen (Pilsner, Dortmunder, Münchner), vier Biergattungen (Bier mit niedrigem Stammwürzegehalt, Schankbier, Vollbier, Starkbier) und 40 Biersorten einordnen lassen. Das Spektrum reicht vom Pils zu hellen Speisen und Meeresfrüchten, über die Weißbiere zu Fisch und die dunklen Biere zu Wildgerichten bis hin zu den gehaltvolleren Bockbieren zu Mousse au Chocolat.

15. Mäßiger Biergenuss macht keinen Bierbauch
Der insgesamt mäßige Energiegehalt des Bieres und sein niedriger Alkoholgehalt tragen bei mäßigem Genuss sicher nicht zum oft zitierten "Bierbauch" bei. So enthält ein normales Pilsener Lagerbier nur 430 kcal/kg. Davon entfallen 280 kcal/kg auf den Alkohol. Diese "Alkohol-Kalorien" verpuffen offenbar, wie Studien gezeigt haben, ohne deutliche Spuren zu hinterlassen. Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang die beruhigende, spannungslösende, gelegentlich auch appetitanregende Wirkung des Bieres nicht außer Acht lassen.

16. Mäßiger Biergenuss macht schlau
Regelmäßiger aber mäßiger Alkoholkonsum, also auch Biergenuss, führt bei Männern zu einem um 3,5 Punkte höheren Intelligenzquotienten, bei Frauen zu einer Anhebung um 2,5 Punkte. Die Art der von japanischen Wissenschaftlern getesteten alkoholischen Getränke (Bier, Sake, Wein,whisky) hatte keinen großen Einfluss auf die Ergebnisse.

17. Mäßiger Biergenuss hält fit
Bei repräsentativen Umfragen durch Wissenschaftlern der TU München gaben 50 Prozent der interviewten Sportlern an, dass Bier für sie der iseale Durstlöscher ist, vor allem wegen seiner erfrischenden Wirkung und seiner reinheit. Mit seinem hohen Wassergehalt bei gleichzeitig relativ niedriger Alkoholkonzentration und dem beträchtlichen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen ersetzt das praktisch isotonische Bier schnell die verlorene Flüssigkeit und über die leicht verfügbaren Kohlenhydrate auch den Energieverlust.

18. Bier macht schön
Immer mehr Frauen genießen Bier, frisch gezapft oder in Tiegeln und Tuben. seit dem Altertum ist bekannt, dass Bier, äußerlich angewandt, ein hochwertiges Kosmetikum ist. Schon vor nahezu 2000 Jahren berichtete Plinius, dass die Ägypterinnen den Schaum des Bieres benutzten, um ds Aussehen ihrer Haut zu verbessern. Königin Luise von Preußen wird nachgesagt, dass sie ihren Busen regelmäßig mit Bier einrieb, um ein schöneres Dekolletè zu bekommen. Bier hilft, die physischen Voraussetzungen für ein gesundes Aussehen zu schaffen. Man kann seinen Körper durchaus mit Bieranwendungen (Bierbad, Bier-Mundwasser, Biernagellotion) pfegen. Bier hilft auch, zu entspannen und gut zu schlafen, und trägt damit zu einem entspannten Äußeren bei.

19. Mäßiger Biergenuss erhöt den Flirtfaktor
45 Prozent der in einer Studie befragten finden Frauen und Männer, die Bier trinken, sexy. Der Tresen ist genau der richtige Ort, um wirklich interessante Menschen kennen zu lernen. Wer durch die herrliche "Blume" eines frisch gezapften Bieres flirtet, der beweist nicht nur hervorragenden Biergeschmack...

20. Maßvoller Biergenuss hat nur Vorteile
Nach verschiedenen wissenschaftlichen Studien ist eine tägliche Alkoholmenge von bis zu 30 ml bezüglich negativer Auswirkungen auf die Gesundheit als "sicher" einzustufen. Diese Menge ist in 0,66 l Vollbier bzw. 1 l Leichtbier enthalten. Allgemein lässt sich der tägliche Konsument von 20 bis 40 g Alkohol als maßvoll einzustufen. Auf einen Nenner gebracht, könnte man sagen: Ein Bier ist besser als kein Bier, zwei Biere sind besser als eins, aber vier Biere sind - aus gesundheitlicher Sicht - nicht unbedingt besser als zwei (nach Prf. Dr. Piendl, Weihenstephan). fasst man alle Erkenntnisse zusammen, lässt sich mit Fug und Recht sagen, dass ein maßvoller Biergenuss eigentlich nur Vorteile hat.


Quelle: Verband mittelständischer Privatbrauereien in Bayern e.V.